Zielgruppe
- noch nicht berufsreife Jugendliche und junge Erwachsene bis zum 25. Lebensjahr
- junge Menschen mit Lernbeeinträchtigung
- junge Menschen mit Behinderung
- Un- und Angelernte
- sozial Benachteiligte
- junge Menschen mit Migrationshintergrund
- Jugendliche, denen die Aufnahme einer Ausbildung noch) nicht gelungen ist
- Ausbildungsabbrecher/innen
Maßnahmestruktur:
- Eignungsanalyse:
Zu Beginn der BvB führen wir für die meisten Teilnehmer/innen (TN) eine vierwöchige Eignungsanalyse zur Standortbestimmung durch. In der Standortbestimmung stellen wir das vorhandene Potenzial der schulischen und arbeitsmarktlichen Kenntnisse und Fertigkeiten fest. Auf der Grundlage der ermittelten Fähigkeiten und Fertigkeiten erstellen wir gemeinsam mit den TN einen Qualifizierungsplan, der die folgenden Qualifizierungsschritte planmäßig erfasst und die individuellen Ziele der Ausbildungs- und Arbeitsmarktintegration festlegt.
- Grundstufe (max. Dauer 6 Monate einschl. Eingnungsanalyse):
Die Grundstufe dient der Herausbildung und Festigung erforderlicher persönlicher Fähigkeiten und Fertigkeiten für die Aufnahme einer Ausbildung oder Arbeit (Ausbildungs- bzw. Betriebsreife).
- Förderstufe (max. Dauer 3 Monate; für Rehabilitanden max. 5 Monate):
Das Ziel der Förderstufe besteht in der Verbesserung und Festigung individueller beruflicher Grundfertigkeiten, die auf eine Ausbildungs- oder Arbeitstelle vorbereiten.
- Übergangsqualifizierung (max. Dauer 9 Monate):
Die Übergangsqulifizierung richtet sich an Jugendliche bzw. junge Erwachsene, denen die Aufnahme einer Ausbildung (noch) nicht gelungen ist mit dem Ziel, die beruflichen Handlungskompetenzen insbesondere durch Vermittlung von ausbildungs- oder arbeitsplatzbezogenen Qualifikationen zu verbessern.
Maßnahmeinhalte:
- Stützunterrichte zur Förderung der Grundlagenkenntnisse(Deutsch, Rechnen, Englisch und EDV)
- Förderunterrichte zur Entwicklung der Schlüsselkompetenzen sowie zur Vorbereitung auf die schulischen und betrieblichen Ausbildungsinhalte bzw. Arbeitsplatzanforderungen.
- Berufsorientierung / Berufsfindung, um die TN bei der Berufswahlentscheidung zu unterstützen.
- Praktika, um den TN die Möglichkeit zu bieten, die persönliche Berufswahl unter Echtarbeitsbedingungen zu überprüfen, um die Eignung für ein gewähltes Berufsbild festzustellen, um die theoretischen Kenntnisse in der Praxis umzusetzen und um Bewerbungen für einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz anzubahnen.
- Berufsschule.
Jugendliche und junge Erwachsene, die an der Berufsvorbereitung teilnehmen, besuchen in der
Regel zweimal pro Woche die Berufsschule.
Unterrichtszeiten:
montags - freitags: 07:30 bis 16.15 Uhr
Individuallisierung:
In Absprache mit der Arbeitsagentur erstellen wir mit jedem TN einen individuellen Qualifizierungsplan, der die persönlichen Qualifizierungsschritte und die Teilnahme an den möglichen Stütz- und Förderunterrichten festlegt. Je nach Entwicklungsstand und Leistungszuwachs ist es möglich, die Förder- und Qualifizierungssequenzen neu zu bestimmen und die Qualifizierungsebenen zu wechseln.
Handlungsorientierung:
Unsere methodisch-didaktische Vorgehensweise sieht einen Unterricht mit hoher Handlungsorientierung vor. Statt Kenntnisvermittlung mit traditionellem Frontalunterricht bevorzugen wir zum Lernen Planspiele, Projekte und problemorientierte Lösungsansätze.
Für lernbeeinträchtigte und TN mit Migrationshintergrund besteht die Möglichkeit, in Kleingruppen oder im Einzelnunterricht besonders gefördert zu werden.
Unsere didaktische Leitlinie heißt “vom Leichten zum Schweren - vom Einfachen zum Komplexen”.
Emanzipatorischer Ansatz:
Mit unserem emanzipatorischen Ansatz verfolgen wir das Ziel, unsere TN in ihrer persönlichen Entwicklung zu fördern und sie auf Dauer von Fremdhilfen unabhängig zu machen. Die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB Reha) dient der Hilfe zur Selbsthilfe. Dies beinhaltet auch, die TN zu befähigen, die Dinge des täglichen Lebens - insbesondere die des Arbeitsmarktes - auf Dauer selbst zu regeln.
Maßnahmeort:
RECON IC Bildungs- und Beratungsgesellschaft mbH
Schmidt-Knobelsdorf-Str. 31, Haus 11, 13581 Berlin, Telefon: 030 - 35 10 54 50
Ansprechpartner:
Herr Dieter Müller, Herr Payam und Frau Sothmann